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Wenn wir am Dreikönigstag unsere Häuser, unsere Lebensräume, die Menschen, die wir lieben, mit denen wir leben und an denen wir manchmal auch leiden, unter den Segen Gottes stellen,

dann verspricht dieser Segen keinen Heilsautomatismus. Segen geschieht im Zeichen des Kreuzes. Die Nähe Gottes lässt sich auch nicht vom Gelingen oder Scheitern ablesen. Das grosse Geheimnis des Lebens, das uns «durchweht seit Anbeginn», ist  immer da. Der im Zeichen des Kreuzes gegebene Segen macht uns erinnern, dass Gott uns auch in Not und Scheitern nicht verlässt.
Zudem soll durch die Haussegnung Christus, der in die Welt gekommen ist, auch in unsere kleine Welt, in unseren familiären, gemeinschaftlichen Lebensbereich kommen. Unsere Wohnungen sollen ja Orte der Gotteserfahrung sein: Erfahrung von Mitmenschlichkeit, Geschwisterlichkeit, Geborgenheit, Frieden und Trost.
In diesem Sinne stellten wir, die Klostergemeinschaft und die Bewohner*innen vom klosternahen Wohnen gestern Abend das Kloster, die Menschen, die hier leben und die Menschen, die an diesem Ort ein und aus gehen, unter den Segen Gottes.