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Das Zelt als Krippe in der Kapuzinerkirche Wesemlin / Luzern  – eine ungewöhnliche Darstellung.

Der Evangelist Johannes erzählt im Vergleich zu Matthäus und Lukas eine andersartige Geschichte von der Menschwerdung Gottes:
Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott
und in allem war es Gott gleich.
Und das Wort ist Mensch geworden.
Zeltend wohnte es unter uns.
(Joh 1,1.14)

Der allmächtige Gott kommt uns nahe als ohnmächtiges kleines Kind, wohnhaft in einem Zelt. Ein Zelt bietet Schutz – allerdings nicht in dem Masse wie ein Haus. Wer im Zelt lebt, ist im wahrsten Sinne des Wortes unbehaust. Das Zelt hat etwas Vorläufiges, es ist nicht bleibende Heimat. Aber es bietet Freiheit, macht flexibel und es wandert mit.
Wenn Gott sein Zelt auf dieser Erde aufschlägt, so bedeutet dies: Er ist beweglich, dynamisch. Er lässt sich auf das Vorläufige dieser Welt ein, er wandert mit; er bewegt sich mit uns im Auf und Ab unseres Lebens.