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Br. Kletus Hutter (Bilder: Adrian Müller
Br. Kletus Hutter (Bilder: Adrian Müller

Kletus Hutter hat Ordensgelübde bei den Kapuzinern abgelegt
In der Kapuzinerkirche in Salzburg herrschte am Samstag, 9. Dezember, besondere Feierstimmung: Der aus dem St. Galler Rheintal stammende Kletus Hutter (46) legte in der Gemeinschaft der Kapuziner die zeitlichen Ordensgelübde ab.

Seit fast 20 Jahren findet die deutschsprachige Ordensausbildung der Kapuziner in Salzburg statt. Bruder Agostino Del Pietro, Provinzial und Ordensoberer der Schweiz reiste extra an, um die Gelübde entgegenzunehmen.„Die Profess von Bruder Kletus Hutter ist für mich ein Zeichen von Leben für unsere Gemeinschaft“, sagte Bruder Agostino während der Feier. An Bruder Kletus schätze er besonders seine sympathische Art, Bruder zu sein.

Armut, Keuschheit, Gehorsam

„Aus ganzem Herzen vertraue ich mich dieser Gemeinschaft von Brüdern an“, heisst es in dem Gelübde, in dem Kletus Hutter Armut, Keuschheit (Ehelosigkeit) und Gehorsam versprach. Damit stellte er die Weichen für seinen weiteren Lebensweg. Frühestens in drei Jahren kann Bruder Kletus die ewigen Gelübde ablegen. Was veranlasst einen Mann von heute einen solchen Schritt zu wagen? „Ich möchte Gott in meinem Leben einen grossen Platz geben“, erklärt Bruder Kletus seine Entscheidung. „Das Ordensleben ermöglicht mir das Leben in einer Gemeinschaft, die auf dem Weg ist, um Gott immer mehr zu entdecken und sich von ihm herausfordern zu lassen.“

Vom „Bruder auf Zeit“ zum Ordensmann

Zunächst war Kletus Hutter von 1995 – 2003 als Katechet im Seelsorgeverband Bütschwil-Ganterschwil tätig. Dann studierte er auf dem Dritten Bildungsweg Theologie. Anschliessend arbeitete er viele Jahre als Pastoralassistent in der Seelsorgeeinheit Sargans-Vilters-Wangs. Die Kapuziner lernte er in verschiedenen Besinnungswochen kennen. „Die franziskanische Ausrichtung des Ordens, geerdete Spiritualität und soziales Engagement, das Wechselspiel zwischen Nähe zu den Menschen und Rückzug in die Stille sprechen mich besonders an“, so Bruder Kletus. Mit den Kapuzinern lebt er nun schon vier Jahre, drei davon als „Bruder auf Zeit“ im Kloster Rapperswil. 2016 trat er ins Noviziat in Salzburg ein, wo er die Ausbildung zum Ordensmann absolvierte und nun die zeitlichen Gelübde ablegte.

Nächste Etappe    

Nach der Profess-Feier in Salzburg kehrt Bruder Kletus Hutter in die Schweizer Kapuzinerprovinz zurück. Sein neuer Lebens- und Wirkunsort wird das Kapuzinerkloster Wesemlin in Luzern sein. „Mitarbeit in der Suppenküche für Bedürftige, Mitgestaltung von Gottesdiensten, Seelsorge, Klosterführungen, Mitwirkung bei verschiedenen Projekten des Klosters werden zu meinen Aufgaben gehören.“ Zuerst geht es allerdings noch in die Heimat, das St.Galler Rheintal. „Da freue ich mich auf Besuche bei Freundinnen und Freunden, die ich während meiner Salzburger Zeit vermisst habe.“ (eg)

Bruder Kletus Hutter legt vor seinem Ordensoberen Bruder Agostino Del Pietro die Ordensgelübde als Kapuziner ab.
Bruder Kletus Hutter legt vor seinem Ordensoberen Bruder Agostino Del Pietro die Ordensgelübde als Kapuziner ab.