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Mit Hoffnung und Freude leben

Für die Klostergemeinschaft, Brüder und Klostergeschwister, finden im Kapuzinerkloster Wesemlin regelmässig Oasentage statt. Dazu wird ein Refernt eingeladen, welcher der Klostergemeinschaft einen Input gibt und dann die Teilnehmenden zur gemeinsamen Diskussion und Austausch animiert. Im Mai 2026 war das Markus Sahli mit dem Thema "Wie können wir - ohne die Augenvor der Realität zu verschliessen - mit Hoffnung und Freude als Christen in dieser Welt leben?"

Der reformierte Pfarrer Markus Sahli ist den Brüdern vor allem als versierter Prediger in der Franziskanerkirche in Luzern bekannt. Da arbeiten sie mit ihm in der Liturgie zusammen. Markus Sahli war Leiter des Bildungshauses im Kloster Kappel - ursprünglich eine Zisterzienserabeit. Die Zisterzienser haben einiges mit Franziskanern und Kapuzinern gemeinsam und Markus Sahli hat gute Kontakte zur Abtei Hauterive im Kanton Fribourg. Nach einem eindrücklichen Imput konnten sich die Brüder und Klostergeschwister von folgenden vier Fragen bereichern lassen:

  • "Wir Baldegger Schwestern haben unser Leben in den Dienst der Menschen gestellt. Wenn wir jetzt sterben, dann dienen wir den Menschen mit unserem Sterben." (Schwester Beatrice, Baldegg)
  • Die Erzählung von den beiden Emmausjüngern: Wenn Christus gerade in der Hoffnungslosigkeit mit uns auf dem Weg bleibt.
  • Die Klagemauer in Jerusalem: Unsere jüdischen Geschwister beten seit Jahrhunderten auf den Trümmern ihres Tempels. Sie halten an Gott und am Glauben fest, trotz allem.
  • Dietrich Bonhoeffer: Wir müssen leben, wie wenn es Gott nicht gäbe. Unser Verhältnis zu Gott ist nicht ein Verhältnis zur Transzenden, sondern ein neues Leben im Dasein-für-andere.

Zu den Bildern: Beim Farn findet im Frühling eine wunderbare Entfaltung statt. Auch das eine Hoffnung und eine Freude!

Bruder Adrian Müller