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Transitusfeier

"Transitus" - meditative Erinnerungsfeier an das Sterben des Heiligen Franziskus

Am Abend des 3. Oktobers 1226 starb der hl. Franz von Assisi. Franziskus selbst hat Bruder Tod als „Durchgang“ (= Transitus) zum Leben in Gott begrüsst.
In einer besinnlichen Feier erinnern wir uns des Sterbens des Heiligen.

Anschliessend sind alle zu einem Umtrunk ins Refektorium des Klosters eingeladen.

Liturgie:
Br. Adrian Müller und Momentum

Musik:
Hannes Marty (Gitarre)

 

Zum "Transitus"
Die Franziskanische Familie feiert weltweit am Vorabend des 04. Oktobers den Transitus – sie erinnert sich an das Sterben, den Übergang», des Heiligen Franziskus. Im Jahr 1226 liess er sich in die kleine Kapelle Portiunkula vor den Toren Assisis bringen, an einen seiner Lieblingsorte, um «sorella morte» – „Schwester Tod“ – zu erwarten. Der Tod führt uns wie ein Bruder, wie eine Schwester durch das Sterben hindurch, hinein in ein neues, ewiges Leben. So besingt es Franziskus im Sonnengesang.
Laut den biografischen Angaben haben sowohl Franz als auch Klara diesen Durchgang zu Gott bewusst gestaltet. Franziskus legte sich nackt auf die blosse Erde. Alles fiel von ihm ab, es blieb nur der vom Leben geprägte Körper. Nicht zum ersten Mal war Franziskus da nackt. Er war es bei seiner Geburt, und wieder, als er seine Kleider an Pietro Bernardone zurückgab. Nicht in festlicher Kleidung wagt Franziskus diesen allerletzten Durchgang, sondern nackt – sinnbildlich könnte diese Nacktheit auch so gedeutet werden, dass vor Gott alles offenbar werden darf, die ganze, nackte Wahrheit. Und wie auf der Kreuzikone von San Damiano geschrieben, dürfen wir auf Gottes liebende Umarmung hoffen.

 

 

Franziskus liebt.
Er träumt.
Ein Vollmensch,
der in der starken Gewissheit lebt:
Gott ist in den kleinsten Dingen.

Mehr noch,
allein in diesen wohnt er,
in den immer noch kleineren,
in den immer noch unwürdigeren Dingen.

Als ihn einer seiner Mitbrüder fragt,
warum denn gerade ihm alle folgen,
antwortet er,
weil er von allen der Unwürdigste sei.