courtesy
Tuschzeichnung 1597

Ursprung
Das Kapuzinerkloster Wesemlin wurde 1584 erbaut. Der Ratsherr Kaspar Pfyffer stellte das Land zur Verfügung und kam für einen Grossteil der Baukosten auf. Damals war das Wesemlin ein grüner, unbewohnter Hügel, auf dem nur ein kleines Bildstöckchen stand, das an eine Marienerscheinung anfangs des 16. Jahrhunderts erinnern sollte. Heute steht das Kapuzinerkloster mitten in einem der beliebtesten Wohnquartiere der Stadt Luzern.

Wandel
Das Kapuzinerkloster mit seinem 2,5 Hektaren grossen Garten, war in der Vergangenheit für die Öffentlichkeit kaum zugänglich. Eine erste Öffnung geschah 2004. Beim Feierwehrteich wurde einen Durchbruch in die Klostermauer gemacht und eine automatische Türe eingebaut, damit der Kapuzinergarten tagsüber für die Bewohnenden des Betagtenzentrums Viva Luzern Wesemlin als Naherholungsgebiet zugänglich wurde.

Seit dem Umbau des Klosters (2015) wird das Projekt „OASE-W“ umgesetzt. Die weitgehende Öffnung des Klosters beinhaltet das „klosternahe Wohnen“ und das Zentrum für ambulante Medizin „MEDICUM WESEMLIN“, in dem durchschnittlich rund 200 Patienten pro Tag behandelt werden.

Kapuzinergarten
Zum Konzept der „OASE-W“ gehört wesentlich auch die Öffnung und die schrittweise Umgestaltung des grossen Gartenareals. Der Kapuzinergarten ist wohl Privatareal, jedoch für die Öffentlichkeit zugänglich. Er dient der geistigen Erholung und Anregung und damit auch dem Anliegen des spirituellen Wirkens der Oase-W.

Der Kapuzinergarten ist Abbild des franziskanisch-klösterlichen Lebens. Die Apfelbaumpergola mit seinen über 50 formgeschnittenen Bäumen, ist typisch für Kapuzinergärten. Sie strukturiert das Gartenareal und gibt ihm ein besonderes Gepräge. Zudem tragen der Nutzgarten, die zwei Friedhöfe, die Waldpartien, der Feuerwehrweiher, die grosse Wiese, die Umfriedung durch die über 400 Meter lange Klostermauer und der Weg entlang der Mauer, dazu bei, dass das Gartenareal zu einem vielfältig besinnlich – sinnlich erfahrbaren Raum und als Ort für Ruhe und Spiritualität wird.

Im Kapuzinergarten liegt eine Art Zwiespalt zwischen sakraler Geschichte und der Durchmischung mit profanen Nutzungen. Dieser Spannungsbogen ist der Gartenanlage eigen. Deshalb hebt sich der Garten deutlich von üblichen Parkanlagen ab.

Für die Zukunft wird es eine besondere Herausforderung sein, die Grundstruktur des Gartens mit seinem klösterlich-besinnlichen Charakter zu bewahren und zu schützen.

 

Inhalte des Kapuzinergartens

 

Berichte

 

Fotos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Botanik- Liebkosungen & -Beschimpfungen
Der Kapuzinergarten in den Jahreszeiten:
vier botanische, literarische, kulinarische Spaziergänge durch den Kapuzinergarten

Winter: Samstag, 23. Februar 2019 – 16.00 bis ca. 17.30 Uhr
Go gügslä was gügslet
Wer oder was treibt den Winter aus?

Frühling: Samstag, 27. April 2019 – 16.00 bis ca. 17.30 Uhr
Baum der Verführung – Baum der Erkenntnis
Fruchtblüte: ein Vorgeschmack auf Evas Äpfel

Sommer: Samstag, 15. Juni 2019 – 16.00 bis ca. 17.30 Uhr
Besuch bei Frau Holle
Pracht kündet vom Sommer: Holunderblüten, Schneebälle & Co.

Herbst: Samstag, 2. November 2019 – 16.00 bis ca. 17.30 Uhr
Himmelsleitern und Lebensbäume
Gräbergeschichten: von Friedhofspflanzen, Gottesackerverzierungen und Allerseelenblumen

jeweils 16.00 bis ca. 17.30 Uhr

Flyer: Botanik- Liebkosungen & -Beschimpfungen

 

Klostergarten um 1920
Klostergarten um 1920
Eine grüne Oase mitten im Wesemlin-Quartier
Eine grüne Oase mitten im Wesemlin-Quartier
Nutzgarten umgeben von der Apfelbaumpergola
Nutzgarten umgeben von der Apfelbaumpergola
Apfelbaumpergola mit über 50 Bäumen
Apfelbaumpergola mit über 50 Bäumen
Waldpartie
Waldpartie
Alter Friedhof
Alter Friedhof
Neuer Friedhof
Neuer Friedhof