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Der Bau der Klosterkirche auf dem Wesemlin begann am 4. Juni 1584 mit der Grundsteinlegung der Kirche und endete am 23. Oktober mit der Weihe zu Ehren der Himmelfahrt Mariä, des hl. Franziskus und des hl. Gallus. Die Arbeit leiteten wie damals üblich ein Stein- und ein Holzwerkmeister. Steinwerkmeister waren zuerst Hans Gabran, dann Anton Isenmann. Als Zimmerwerkmeiter wirkten zuerst Hans Hindermann, dann Ueli Höpfli. Die nach Art der Bettelorden gebaute Kirche ist nach Nordosten orientiert. Sie wird von einem Dachreiter mit Spitzhelm gekrönt, da die Ordensregel den Franziskaner keine gemauerten Türme erlaubt. Die Fassade ist an den Kanten mit mächtigen Steinquadern gekennzeichnet. Die Klosterkirche blieb in ihrem baulichen Bestand bis heute unverändert.

Das Steinrelief über dem Portal stellt die Erscheinung der Gottesmutter auf dem Wesemlin dar: Maria mit dem Kinde steht auf der Mondsichel und ist von Engeln umgeben.

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Das Kircheninnere gliedert sich in drei hintereinander gelagerte Raumteile. Auf das Schiff folgt das äussere Chor mit Hochaltar und Gnadenbild, hinter dem sich das innere Chor (Gebetsraum der Brüder) befindet. Dabei ist das äussere Chor nichts anderes als die 1531 errichtete Wallfahrtskapelle, die man 1584 übernahm und in den Neubau der Klosterkirche so geschickt einfügte, dass man dies – wenn es nicht aus den Akten bekannt wäre – nicht bemerkte.

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In der Mitte des Hochaltar erstrahlt das 1910 hierher versetzte Gnadenbild. Die Marienstatue wurde im Verlauf der Jahr vielfach beschädigt und immer wieder renoviert und umgeändert. Maria auf einer Mondsichel stehend trägt das göttliche Kind auf dem rechten Arm. Im Verlaufe der Jahre wurde die Klosterkirche zu einem beliebten Wallfahrtsort.

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Das hölzerne Brüstungsrelief der Empore stellt dar, wie die Familie des Klostergründers Kaspar Pfyffer der hl. Dreifaltigkeit und Maria ihre Stiftung darbringt. In der Mitte erscheint die hl. Dreifaltigkeit , verbunden mit Mariä Himmelfahrt. Links davon knien Kaspar Pfyffer und die neun Söhne, rechts die Frau und die acht Töchter. Die damals schon Verstorbenen sind mit Kreuzen gekennzeichnet. Dieses Stifterrelief ist ein Werk von Christoph Huber (1589).

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Bemerkenswert sind die Glasgemälde im Schiff. Sie stammen aus der Franziskanerkirche: Standesscheibenpaar von Zürich, Luzerner Standesscheibenpaar, Stigmatisation des hl. Franziskus und hl. Franziskus.