Zum Hauptinhalt springen

Läbchueche-Duft aus der Klosterküche

Regierungspräsidentin Dr. iur. Michaela Tschuor brachte im Januar 2026 drei Packungen zum Lebkuchenbacken ins Kapuzinerkloster Wesemlin. Damit soll im Kanton Luzern der Zusammenhalt gestärkt werden. Nun sind alle Lebkuchen gebacken und genossen. Fein waren sie!

Team-Bildung im Kapuzinerkloster ist ein weitreichender Begriff. Welches Team ist denn da gemeint. Klar Bilden schon mal die zwölf Brüder ein erstes Team. Dann gibt es noch das Team des klosternahen Wohnens. Oder das Team der freiwillig Mitarbeitenden. Klar es gibt noch das Team der vom Kloster Angestellten und auch noch das Team der Provinzverwaltung. Im Weiteren ein Pfortenteam und ein Team für die Suppenstube. Und von den unterschiedlichen Teams, die im weiten Garten für Ordnung und Leben schauen hat der Schreiberling keine Übersicht. Es waren schlussendlich die Brüder, die Klosterangestellten wie die Freiwilligen die sich der kantonal verordneten Teambildung widmeten. Wobei zu betonen ist, dass alle diese Lebkuchen sehr fein geworden sind. Die Klosterjury ist noch am Diskutieren, welches Team mit welchem Lebkuchen am meisten überzeugte. Okay. Man müsste die Notation nach Oben verschieben können. 

Interessanterweise gehören solche Teams zu Klöstern seit jeher. Mag sein, dass die ersten Wüstenväter und Wüstenmütter ohne solche Teams auskamen? Doch wer brachte ihnen die Nahrung in die Wüste. Bei den syrischen Säulensteher:innen ist dann klar, dass sie ein Begleitteam brauchten, die einerseits die Nahrung brachten und die Besucherströme unter den Säulen zu regeln hatten. Und das waren erst die Anfänge des Mönchswesens. Bei den Benediktinerklöstern des Mittelalters (da wohnten ja vor allem adlige und reiche freie Menschen) brauchte es vermutlich auch schon viele Teams. Und die Franziskaner:innen lebten ja bewusst in der Abhängigkeit als Bettelorden. Stadtquartiere, Parlamente und andere Geldgebenden mussten fürs Überleben der armen Brüder (Ordo fratrum minorum - Orden der minderen Brüdern) schauen. Ach ja, für die Kapuziner im Wesemlin gibt es noch ein weiteres Team - der Stiftungsrat des Klosters!

Ps: Guardian George Francis Xavier verfolgt leidenschaftlich denn Rennzirkus. Und auch da braucht jeder Rennfahrer ein Team, oder besser mehrere Teams im Hintergrund. Doch am meisten staunen machen einen Boxenstopp-Crews bei den Formel-1-Teams. Diese kommen nur ganz kurz zum Einsatz, sind aber trotzdem essenziell für ein erfolgreiches Rennen. Solche Situationen kennt man im Kloster wenn der Feueralarm los geht. Das Team der Alarm-Entschärfer! Denn selten gibt es wirklich Feuer, das für die Feuerwehr gedacht ist. Am ehesten ist es der Weihrauch der Liturgie oder vielleicht feines saftiges Fleisch, das aus dem Steamer genommen wird, welches den Brandmelder kitzelt.

Interessenten für ein Klosterteam melden sich am Besten bei Bruder George, dem Guardian. Das Lebkuchenbacken ist nun vorbei. Doch gibt es da auch andere Teambildungsevents zu geniessen. Sei das was Spirituelles, ein Film, ein Ausflug oder natürlich  - bei Kapuzinern - ein feines Essen.

Bruder Adrian Müller