Coiffeur Philippe im Haus
Bequem ist der Coiffeurstuhl und interessant der Austausch. Coiffeur Philippe kennt viele Brüder der Schweizer Kapuzinerprovinz, die auch in der Vergangenheit hier im Wesemlin gelebt und gewirkt haben. Hat er noch Zeiten erlebt, da knapp fünfzig Brüder im Kloster gelebt haben. Auch hat er die Umbrüche mitbekommen, welche ab 2010 geplant und umgesetzt wurden. Zuerst die Renovation des Klostergebäudes und später der Neubau des "Francescos" im Kapuzinergarten. Doch gibt es da vor allem menschliches zu hören und zu erzählen. Doch hat sich auch sein Handwerk in den letzten Jahren so ziemlich verändert. Heute ist nicht mehr die Schere sein wichtigstes Arbeitsinstrument, sondern ein elektrischer Haareschneider der behände und locker durch die Luft saust. Gut, der altehrwürdige Kamm hat noch nicht ausgedient. Dieser sitzt auch heute noch locker und sicher in Coiffeur Philippes Hand.
Am Mittag ist dann das grosse Staunen über die neuen Frisuren und die verjüngten Brüder und Kloster-Angestellte. Was ein rassiger Schnitt so alles bewirken kann. Häufig kommentiert Coiffeur Philippe seine Schnitte, sein Vorgehen. Manchmal gibt es eine klare Schnittlinie, manchmal eine ausgefranste. Der Künstler weiss wieso und kennt die entsprechende Wirkung.
Br. Adrian