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Maria im Morgenlicht

Auch unser neuer Mitbruder Ferdinand Pappachan war an seinem ersten Morgen um sieben Uhr in der gemeinsamen Meditation. Und da zeigte sich ein wunderbares Lichtspiel. Das zuvor dunkle Wallfahrtsbild wurde plötzlich von der Sonne bestrahlen - und zwar nur das Gesicht der Maria war erleuchtet. Die Fotos stammen vom folgenden Tag - und das Lichtspiel war schon wieder am ändern.

Um sieben Uhr morgens beginnt an Wochentagen die Meditation im Kapuzinerkloster Wesemlin. Im Raum ist es zu Beginn dunkel und auf dem grossen Wallfahrtsbild im Inneren Chor der Brüder ist nichts zu sehen. Den Bildinhalt müsste man erahnen oder wissen. Ein idealer Zeitpunkt für die meditative Innenperspektive, die Begegnung mit Gott. 

Doch verursacht der gegenwärtige Sonnenstand ein wunderbares Lichtspektakel. Am 30. Juli wurde das Gesicht der Maria als erstes beleuchtet und war wunderbar zu erkennen, wie sonst kaum durchs Jahr. Schon am 31. Juli - Tag der Fotografien - war es ein Engelsgesicht, das als erstes sich sonnte und so wunderbar zur Geltung kam. 

Geheimtipp zum Bild: Die Marienfigur samt Mandorla und Engel schweben über der Stadt Luzern. Rechts unten kann man das Kapuzinerkloster in früherem Zustand und die Hofkirche wunderbar erkennen. Die Maria vom Wesemlin beschützt und segnet die Stadt Luzern, so könnte es die Botschaft vom Wallfahrtsbild sein.

Bruder Adrian Müller